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Entlang der Wuhle – auf den Wegen des zukünftigen IGA-Geländes

Ute Schiller (rechts) berichtet über IGA-Pläne

Diesmal hatten Bewohnerinnen und Bewohner Ute Schiller, eine engagierte Naturschützerin und eine, die sich als Vertreterin des Naturschutzzentrums „Schleipfuhl“ ebenso gut mit bezirklichen Planungen auskennt, eingeladen. Petrus hätte ihnen beinahe einen Strich durch die Rechnung gemacht, denn ausgerechnet an diesem Montag schüttete es wie aus Kannen. Die Wanderer waren bald pudelnass. Aber unverdrossen – gut beschirmt und in Regenkleidung gehüllt – machten sie sich auf die regennassen Wege. Die meisten von ihnen hörten zum ersten Mal vom Jelena-Santic-Friedenspark, den am Rand der Hellersdorfer Straße, gleich neben der Feuerwehr, ein mit Steinen eingelassenes Peacezeichen schmückt. So lauschten sie interessiert der Geschichte der jugoslawischen Friedenskämpferin, die junge Hellersdorfer in den 1990er Jahren kennengelernt und ihr zu Ehren diesen Park benannt hatten.

Blick aufs Wuhletal

Dann entstand vor ihren Augen eine Vorstellung von der geplanten Seilbahn, die IGA - Besucherinnen und Besucher vom U-Bahnhof Neue Grottkauer Straße bis zum Kienberg bringen soll. Sie liefen um den Wuhleteich und staunten nicht schlecht darüber, wie sich das Wuhletal laut vorgesehener Planungen allein am Fuße des Kienberges verändern soll. Die Zustimmung der Wanderer aus dem Quartier an der Mehrower Allee war zwiespältig- sosehr sie sich über den geplanten neuen Anziehungspunkt einer Internationalen Gartenbauausstellung für ihren Bezirk freuen, die Veränderungen im noch so natürlichen Bereich des Wuhletals können sie nicht nur positiv sehen. Vor allem die Frage bewegte die Gemüter – wird es bald das letzte Mal sein, dass man sich hier frei ohne Zäune bewegen kann?
Die Spaziergänger ließen sich in einer Regenlücke den Imbiss der Nachbarschaftshelferinnen schmecken und sammelten die hübschen Herbstfrüchte von den Bäumen und Gräsern für den Kiezweihnachtsbaum. Aber das ist dann die nächste Geschichte.

Text: Sabine Schwarz, Nachbarschaftshelferin
Foto: Olga Günther, Nachbarschaftshelferin